Wenn du einen Hamster als Haustier hast oder darüber nachdenkst, dir einen anzuschaffen, dann solltest du diesen Artikel unbedingt lesen. Danach weißt du nämlich, warum ein Mehrkammernhaus für Hamster ein absolutes Muss bei der Gehegeeinrichtung ist und worauf du beim Kauf achten solltest. Leider denken Hamsterbesitzer immer wieder, dass ein kleines Häuschen für ihren Nager doch ausreichen würde. Dem ist aber nicht so und genau deshalb sehen wir uns in der Pflicht, darüber aufzuklären.

Inhalt des Artikels
Was ist ein Mehrkammernhaus?
Ein Mehrkammernhaus ist, wie der Name schon sagt, ein Hamsterhaus, das in mehrere Kammern unterteilt ist. Das heißt, dass das Haus mindestens eine Trennwand haben muss, durch die zwei abgetrennte Räume entstehen. Je komplexer der Aufbau, desto besser passt auch der alternative Name „Wohnlabyrinth“. Nicht selten hat ein Mehrkammernhaus nicht nur einen, sondern mindestens zwei Ein- und Ausgänge. Je mehr Kammern das Haus hat, desto schwieriger finden unsere Hamster sonst den Weg nach draußen.
Vorteile des Mehrkammernhauses für deinen Hamster
Dass ein Mehrkammernhaus für einen Hamster ein absolutes Muss aus unserer Sicht ist, haben wir bereits gesagt. Wir wollen dir aber auch erklären, warum wir das so sehen. Im Endeffekt hat das richtige Mehrkammernhaus nur Vorteile und ist deshalb alternativlos.
Grundsätzlich ahmt das Mehrkammernhaus die natürliche Umgebung eines Hamsters perfekt nach. In der Natur baut sich der kleine Nager ein Höhlensystem, welches mehrere Kammern mit verschiedenen Funktionen hat. Genau wie dieses Tunnelsystem hat auch das Haus mehrere miteinander verbundene Kammern.
Dementsprechend vielseitig ist das Mehrkammernhaus. Die gängigsten Kammern sind die Wohn- und Schlafkammer, die Vorratskammer und die Toilette. Gerade die Schlafkammer bietet unseren kleinen Nagern einen Rückzugsort, an dem sie sich wohl und sicher fühlen. Die Reinigung wird dir natürlich zusätzlich vereinfacht, wenn du genau weißt, wo die Vorratskammer und die Toilette deines Hamsters sind und diese auch noch leicht zugänglich sind.
In freier Wildbahn kommt oftmals noch eine Nistkammer dazu, sobald sich die Tiere auf Nachwuchs vorbereiten. Da wir Hamster aber nicht in Paaren oder Gruppen halten, sondern nahezu ausnahmslos einzeln, ist diese Funktion zu vernachlässigen und daher eine vierte Kammer nicht zwingend notwendig.
Ein weiterer Vorteil des Mehrkammernhauses ist, dass es deutlich länger und besser an der Oberfläche bleibt. Kleine Hamsterhäuser haben häufig das Problem, dass sie immer weiter absinken und irgendwann sogar verschwinden. Das liegt daran, dass Hamster gerne unterirdisch buddeln und Gegenstände an der Oberfläche dann immer weiter nachrutschen, weil die Gänge immer wieder ein wenig zusammenfallen. Durch die große Auflagefläche passiert das bei Mehrkammernhäusern kaum. Dementsprechend bleibt es an der Oberfläche und die Gänge, die dein Hamster gebuddelt hat, gehen auch nicht mehr kaputt.
Kaufratgeber: Achte auf diese drei Dinge, wenn du deinem Hamster ein Mehrkammernhaus kaufst!
Jetzt, da du weißt, wie wichtig und gut ein Mehrkammernhaus ist, verstehen wir vollkommen, dass du dir schnellstmöglich eins kaufen möchtest. Wie wir bereits gesagt haben, ist es notwendig, dass es sich dabei aber auch um das richtige Mehrkammernhaus handelt. Deshalb möchten wir dir in unserem Kaufratgeber mitgeben, worauf du achten solltest, wenn du deinem Hamster ein Mehrkammernhaus kaufst.
Größe
Die Größe ist enorm wichtig und auch abhängig davon, welche Hamsterart du hast oder dir anschaffen möchtest. Dein Hamster möchte schließlich ordentlich in das Haus hineinkommen und sich auch darin bewegen können. Da sich häufig die Futterkammer im Haus befindet, sollte dein Hamster selbst mit vollen Hamsterbacken noch gut in das Haus gehen können. Wenn der Eingang die entsprechende Größe hat, kannst du davon ausgehen, dass der Rest auch passt.
Große Hamsterarten brauchen offensichtlich ein größeres Haus. Ein Durchmesser von 7 cm reicht für Gold- und Mittelhamster völlig aus. Zwerghamstern reicht sogar ein Durchmesser von 5 cm. Kleinere Eingänge sollte das Mehrkammernhaus auf keinen Fall haben, sonst wirfst du eher Geld zum Fenster raus und bescherst deinem Hamster einen nicht so schönen Lebensraum.
Material
Das Material ist ebenfalls entscheidend, damit du ein schönes und gesundes Haus für deinen Hamster kaufst. Wie immer gilt bei uns: Plastik ist ein No-Go! Wenn unsere Hamster Plastikteile abnagen und dann verschlucken, können sie daran sterben. Außerdem ist die Belüftung in Plastikhäusern schlecht und Schimmel bildet sich leichter. Naturholz ist also die einzige wirkliche Option, denn nur dann können Hamster problemlos daran nagen. Diese Holzarten eignen sich problemlos für unsere kleinen Nager:
- Ahorn
- Apfelbaum
- Birke
- Birnenbaum
- Buche
- Esche
- Haselnuss
- Linde
Genauso wichtig ist, wie die Einzelteile des Hauses miteinander verbunden werden. Oft sind sie verschraubt, genagelt oder geklebt. Du solltest dann beim Auspacken darauf achten, dass keine spitzen Metallteile von Schrauben oder Nägeln herausstechen. Auch Kleberückstände solltest du nicht sehen können, da diese auch gefährlich für deinen Hamster werden können. Am besten sind Stecksysteme, die ohne Kleber, Schrauben und Nägel auskommen.
Dach
Auch auf das Dach solltest du beim Kauf eines Mehrkammernhauses für deinen Hamster achten. Ein abnehmbares Dach ist aus unserer Sicht nahezu unabdingbar und macht vor allem dir, aber auch deinem kleinen Nager das Leben deutlich einfacher.
Oft befindet sich die Toilette und die Futterkammer in einem Mehrkammernhaus. Diese solltest du täglich kontrollieren und reinigen. Damit du nicht jedes Mal das ganze Haus hochheben musst und womöglich deinen Hamster erschreckst, sollte das Dach abnehmbar sein. Du kannst dann einfach von oben kontrollieren und das Haus recht schnell wieder abdecken. Es entsteht keinerlei Unordnung und dein Hamster wird auch nicht aus irgendeinem Grund mit nach oben gezogen.
Ein weiterer wichtiger Vorteil eines abnehmbaren Daches ist die Belüftung. Die Luftzirkulation ist in einem verschlossenen Haus eher schlecht und Schimmel kann sich deutlich leichter bilden. Ein abnehmbares Dach lässt immer einen minimalen Spalt von wenigen Millimetern offen, wodurch die Luft besser in das Haus kommt und zirkulieren kann. Das ist natürlich kein Grund dafür, das Haus dann nur noch unregelmäßig zu reinigen.
Da ein Mehrkammernhaus immer eine recht große Grundfläche hat, kann man auch das Dach noch nutzen, um Abwechslung für deinen Hamster in sein Gehege zu bringen. Du kannst das Dach vor allem nutzen, um Näpfe oder kleines Erlebnisfutter daraufzustellen. Ein Zugang zum Dach ist deshalb auch wichtig, aber nicht essenziell. Hamster klettern schließlich auch gerne und finden immer einen Weg, um hochzukommen.
Einige Dächer von Mehrkammernhäusern haben auch ein Schieferdach. Das heißt nicht, dass das ganze Dach aus Schiefer besteht, sondern ein gewisser Bereich der Oberfläche des Daches. Das hilft ihnen, ihre Nägel auf natürliche Weise zu pflegen, weil sie beim Laufen auf der Oberfläche gut abgenutzt werden.
Fazit: Mehrkammernhaus für Hamster
Du hast bestimmt festgestellt, dass das Mehrkammernhaus die beste Wahl für deinen Hamster ist. Es bietet ihm Schutz und viele Möglichkeiten, die einzelnen Kammern zu nutzen. Egal, ob Schlaf, Bevorratung oder der Gang zur Toilette, das Mehrkammernhaus deckt alles ab.
Beim Kauf solltest du auf Größe, Material und das Dach achten. Dein Hamster sollte keinerlei Probleme haben, mit vollen Hamsterbacken in das Haus zu kommen. Naturholz ist ein Muss und bestenfalls hält das Haus durch ein Stecksystem. Das Dach sollte abnehmbar sein und du kannst es zusätzlich nutzen, da es eine große Fläche bietet.
Wir hoffen, du und dein Hamster haben viel Spaß mit eurem Mehrkammernhaus.